• Fr. Feb 26th, 2021

Existenzspuren

Jedes Leben und jeder Gedanke hinterlassen ExistenzSpuren…

2014-06-29 08.38.42As-Salamu aleykum.

Alhamdulillah, den Beginn des Ramadan 2014 durfte ich in Castrop-Rauxel erleben. Genauer gesagt in der Kasrevi-Dergah der Tariqat meines bzw. unseres geehrten Sheyks Gavs-i Sani Abdulbaki Hz..

Nach ungefähr einem Jahr warten und mehreren Anläufen, klappte es an diesem Wochenende endlich. Dieses Mal trafen wir zwei Stunden früher ein, also bereits kurz nach 16 Uhr. Alhamdulillah, es war alles noch fast leer, was mir Zeit zum ausruhen und Kraft sammeln ließ. Nach Wudu (Gebetswaschung) und Gebet legte ich mich erstmal hin.

Je später es wurde, desto mehr Geschwister trafen ein. Es tat unheimlich gut, so viele tolle und angenehme Brüder wieder zu sehen. Das erste Mal, seit ich vor fast acht Jahren Muslim wurde, nahm ich am ersten Fastenbrechen des Ramadan in der Gemeinschaft teil. Auch wenn ich nicht fasten darf, so war dies doch ein besonderer Moment, der mich immer wieder tief berührt. Alle diese Menschen  fasten für Allah ta’ala. Sie verzichten fast 18 Stunden pro Tag auf Essen und Trinken. (Möge Allah ta’ala es ihnen hoch belohnen.) Bei meiner Gesundheit würde ich es kaum einen halb Tag schaffen auf Trinken zu verzichten. Wie unwichtig und klein wirkt dagegen mein Social-Media-Fasten, also mein freiwilliger Verzicht auf Facebook, Twitter usw…?

Nach dem Morgengebet gingen wir schlafen. Der Abend war voll von Gebeten und Dhikr, aber auch die weltlichen Bedürfnisse kamen nicht zu kurz.

Das Herz befreien, reinigen von dem Schmutz der Welt durch versenken ins Gebet und Dhikr: Wo geht das besser (in Deutschland), als an diesem Ort? Noch nie habe ich dort ein lautes oder böses Wort gegen einen Menschen gehört. Noch nie vernahm ich dort fitna bzw. Hetze gegen andere Muslime. Alle haben nur ein Ziel: Allah ta’ala.

Diese Erlebnisse zu beschreiben, fällt mir schwer. Wie soll man Blinden die Farben beschreiben? Wie soll man Menschen, die nie an diesem Ort waren, beschreiben, welche Empfindungen dort entstehen. Ja, selbst Menschen, die dort oft sind, spüren manchmal nicht mehr, welch wertvoller Ort diese Dergah sein kann, wenn man es nur wahr- und annimmt. Denn wo man des Schöpfers gedenkt, dahin sendet ER (swt) Seine Engel…

Lasst mich mit dem Gedenken an Yarbay Efendi schließen, der diesem Ort und uns Muridin sehr fehlt. Auch wenn ich ihn nur zwei Mal erleben durfte, so verlieh seine Ausstrahlung allem größere Tiefe und Ruhe. Möge Allah ta’ala sein Grab erleuchten und uns mit ihm dereins zusammen bei Allah ta’la sein lassen…

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.