Körper und Familie

Es ist erstaunlich, wie der Körper unter Stress reagiert. Meine Erkältung begann vor circa. fünf Tagen mit Halsschmerzen. Es war nicht weiter schlimm, ich gurgelte, packte mich meist warm ein, (Meistens trug ich draussen sogar meinen Hut.) Alles war ok, der Stress drum herum überlagerte die Symptome größtenteils. Die Familie ging vor… Höhepunkt war dann die Freitagnacht, als wir 22:30 Uhr noch mit der Maus in die Notaufnahme gingen. Natürlich wird das eigene Weh egal, wenn das Kind trotz Zäpfchen 39,7 Grad Fieber bekommt.

Egal, alles war gut und wir fielen kurz vor Mitternacht alle erledigt ins Bett. Die kommenden Tage, also gestern und heute, waren jedoch ruhig und entspannend. Was passierte? Die Erkältung kam mit aller Kraft zurück bzw. raus, und nun habe ich eben die erste Antibiotikatablette genommen, weil es mir wirklich dreckig ging. Vielleicht ja zu früh, aber das Risiko ist mir grad zu hoch…

Aber zurück zum Thema: welche Kraft ein Körper im Notfall freisetzen kann, ist erstaunlich. Man verdrängt alles andere und konzentriert sich auf die existenziellen Dinge.
Das der Preis dafür hoch ist, weiss ich. Aber es lohnt sich auch, wenn die Welt sich weiter dreht und eine kleine Maus einen wieder gesund ansabbert und anlächelt…

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Lesestuhloberflächlichkeiten…

Vom Blackberry aus bloggen ist nicht gerade effizient, aber wenn man erkältet im Lesestuhl sitzt, hat man ja Zeit…

Dieser Sonntag ist sowieso anders kaum nutzbar. Eigentlich war ein Spaziergang geplant, doch dieses Wetter fesselt einen an die Wohnung.

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Umgezogen und eingelebt…

Seit 01. August wohne ich nun in meiner neuen Wohnung. 61 qm hat mein kleines Reich, was täglich ein Stück schöner wird. Auch wenn noch ein oder zwei Möbelstücke fehlen, so ist es doch schon jetzt sehr gemütlich. So kann ich mich jetzt wesentlich besser innerhalb der Wohnung bewegen, hab endlich ein Wohnzimmer und muss Gäste nicht im Schlafzimmer empfangen, wie bisher.

Meine zwei über alles geliebten Damen (Güzelım und Melegım) fühlen sich ebenso wohl. Wir genießen jede Sekunde, jede Minute und jeden Tag, die wir zusammen verbringen können. Meleğım wächst und gedeiht, wofür wir Allah teallah bzw. Gott täglich danken.

Es gibt soviel zu schreiben, doch erdrückt momentan die Fülle meines Herzens und meines Kalenders jede Intension zu mehr bloggen. Wie wichtig wäre es mir, die Liebe zu beschreiben, die gemeinsame Zeit und zum ersten Mal das Gefühl eine eigene Familie zu schaffen. Alles Träume, über die ich gern sprechen würde, doch gleichzeitig befürchte, dass das Sprechen die Blase zerplatzen läßt… Also genieße ich sie schweigend… :)

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Papst in Erfurt (II)

Stille lag heute Mittag über Erfurt. Von der Universität bis zum Domplatz bemerkte man eine bedrückende, unheimliche Spannung über den Straßen. Kaum ein Passant war zu sehen, stattdessen überall nur Feuerwehr oder Polizei. Die Stadt schien etwas zu erwarten, die Luft anzuhalten. Näherte man sich dem Domplatz, wurde man immer häufiger der Polizei ansichtig, die permanent präsent wirkte, bis sie massiv die Sperren auf Höhe der Bibliothek aufrecht erhielt. Erst dort sah man dann auch Zuschauer, die ruhig und konzentriert auf die Ankunft bzw. Durchfahrt des Papstes warteten, der im Augustinerkloster erwartet wurde.

Wir blieben jedoch nicht stehen, sondern wanderten weiter durch eine Seitenstraße in Richtung Augustinerkloster. Je näher wir kamen, desto dunkler und größer wurden die geparkten Limousinen. Jegliche Art von Polizei säumte den Weg, sogar der Mannschaftsbus der Polizei war anwesend. Wir witzelten, dass da wohl auch die Man in Black dabei wären… :)

Last, but not least, trafen wir auf dem belebten Anger, wo eine Art Mittelalterfest stattfindet. Ja, warum auch nicht, wenn der oberste Inquisitor Roms eintrifft? War es nicht immer ein Spektakel, wenn der Troß eintraf und die Sünder verbrannt wurden?

Eigentlich habe ich auch noch Bilder geschossen, aber irgendwie bekomme ich sie nicht in die aktuelle WordPressversion eingebunden…. Sorry.

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Papst in Erfurt (I)

Einen Tag vor der Ankunft des Papstes in Erfurt steht die Stadt scheinbar auf dem Kopf. Die Straßenbahnen sind vollkommen überfüllt, man kommt kaum durch die Innenstadt. Überall Polizei, die jeden “Verdächtigen” mit Kontrollen schickaniert. Verdächtig ist natürlich jeder, der irgendwie alternativ gekleidet und friesiert ist.

Der Domplatz ist gesperrt, die letzten Hausverzierungen werden noch mal gereinigt, die Sicherheitsmaßnahmen weiter ausgebaut. Man fühlt sich, als ob bald ein Krieg beginnen würde, zu dem die Nicht-Erfurter Zuschauer in Scharen eilen. Die Erfurter selbst sagen meist, dass sie lieber die Stadt verlassen, wenn der Papst eintrifft. (Ich werde Erfurt auch verlassen, jedoch erst am Samstag.)

Auf dem Anger wurden kleine Buden aufgebaut, so daß man leicht an ein Volksfest denken könnte. Weiß man ein wenig über das Mittelalter, so wird man sehr schnell an die damals jährlich stattfindenden Inquisitionssitzungen erinnert, bei denen unter großem Aufwand öffentlich Recht gesprochen wurde. Mit dem Inquisitor reiste damals ein riesiger Troß von Menschen und man machte ein Spektakulum für das Volk daraus. So scheint es auch Papst Benedikt, auch bekannt als Großinquisitor Kardinal Ratzinger, auch zu handhaben. Wie sonst sollte man diesen Sicherheitsaufwand erklären, als mit Angst vor des Volkes Zorn und Rache?

Ich schätze Papst Benedikt als tiefen Denker und tiefgläubigen Menschen, doch als Gast fordert er sehr viel Kraft und Aufwand von seinem Gastgeber.

P.S; Lest dazu auch mal:

http://thafaker.de/2011/09/pope-is-everywhere/

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Agnes Elise Weber: Das beste Bürger-Kochbuch für den täglichen Tisch

Meine lieben Leser,

vor mir liegt ein uraltes, zerschlissenes Kochbuch von 1869:

“Das beste Bürger-Kochbuch für den täglichen Tisch – Ein Handbuch für jede Hausfrau und Köchin beim kochen und braten, Backwerkfertigen, Früchte-Einmachen, Getränkebereiten, Einpökeln und Räuchern, nebst Küchenzettel und Eßregeln”

von Agnes Elise Weber, Leipzig, 1869

(zehnte verbesserte Auflage)

In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich, sooft es mir möglich ist, Rezepte daraus auf meinem Genuß-Blog ( http://genuss-in-erfurt-und-umgebung.de/ ) veröffentlichen. Nicht nur, damit man staunen kann, wie modern manche Gerichte auch heute noch sind, sondern auch um sie vor dem Zerfall zu bewahren, der das Buch leider schon betrifft. Lesefehler bitte ich beim abschreiben aber zu verzeihen: meine Lesekünste in Sütterlin sind nicht so gut.

Nun wäre es jedoch ganz nett mal zu wissen, was meine Leser am meisten interessiert und womit ich anfangen soll. Im Angebot sind:

1. Suppen
2. Kaltschalen
3. Grützwaren
4. Gemüse
5. Rindfleisch
6. Kalbfleisch
7. Schöps- oder Hammelfleisch
8. Das Lamm
9. Die Ziege
10. Schweinefleisch
11. Wildes Federvieh
12. Wildbret
13. Das Kaninchen
14. Fische
15. Ragouts
16. Fricassées
17. Fleischsalat
18. Salat
19. Compotes
20. Eingemachtes
21. Gelées
22. Crémes
23. Saucen zu Fleisch und Fisch
24. Saucen zu Mehlspeisen
25. Puddings
26. Klöße
27. Mehl- und Eierspeisen
28. Mus oder Brei
29. Schmalzgebackenes
30. Backwerk
31. Torten
32. Warme Getränke
33. Kalte Getränke
34. Das Einpökeln und Räuchern des Fleisches
35. Allerhand

Also, teilt mir auf http://genuss-in-erfurt-und-umgebung.de/?p=51 bitte mit, womit ich beginnen soll.

Ansonsten wünsche ich uns viel Spaß beim lesen und nachkochen!

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Auf in die Zukunft…

Meinem Umzug steht nicht mehr viel im Wege, außer Geld und Personal. Heute wurde eine Einigung mit meinem Vermieter gefunden, die alle Seiten zufrieden stellt, denke ich. Nun muss eine finanzielle Basis mit Hilfe des sogenannten “persönlichen Budget” für die Pflege geschaffen werden, damit ich Personal einstellen kann.

Erst Personal suchen, dann die Finanzierung erstellen, wäre logischer, aber leider funktionieren unsere Behörden nicht so. Aus diesem Grund kann ich mir wichtige Menschen nicht für die Arbeit gewinnen, weil ich noch keinerlei konkrete Angaben über deren zukünftigen Lohn machen kann. Natürlich ist das ärgerlich.

Doch ich bin zuversichtlich, dass ich meine Pläne realisieren kann, auch wenn ich natürlich noch Angst habe. Neue Leute, komplett neue Pflegestrukturen, neue Wohnung… Eine Menge Veränderungen, die erstmal bewältigt werden müssen.

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Nie mehr Cola!

Ich verspreche hiermit öffentlich, dass ich keine Cola mehr trinken werde, wenn dieser Kasten alle ist, der noch hier steht! Was meleğim krank macht, will ich nicht im Haus!

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Wettersorgen….

Mist Wetter… Etwas anderes kann man heute kaum über das Wetter sagen, was leider nicht nur Regen, sondern momentan auch Kopfschmerzen und Migräne mitbringt. Mein ganzer Freundeskreis hat mindestens Kopfweh, eine Freundin hat sogar vollkommen wegen Migräne entschärft.

Mir geht es noch gut, wenn ich auch einen schweren Kopf habe, wie mit einem Kater. Das kann aber auch an dem wenigen Schlaf der letzten Tage liegen.

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Neues Projekt: Genüsse sammeln… :)

Meine lieben Leser,

heute ist mein neues Projekt online gegangen: Genuß in Erfurt und Umgebung !!!

Die Idee zu diesem Blog kam mir gestern. Nein, eigentlich trage ich sie lange schon in mir herum, bis sie gestern geboren wurde. Immer schon wollte ich Restaurantkritiken schreiben, doch selten hatte ich die Geduld lange daran zu feilen, um den Leser sprachlich an den Genüssen teilhaben lassen zu können. Trotzdem ließ mich diese Idee nicht los, denn zum einen esse ich sehr gern und zum anderen schreibe ich gern. Es macht mir Spaß neue Gerichte zu probieren, Dinge zu schmecken, die ich bisher nicht kannte. Passt dann noch das Ambiente, möchte ich andere Menschen gern daran teilhaben lassen. Außerdem liebe ich Erfurt, meine Wahlheimat, sehr.

So kam mir gestern nun die Idee zu diesem Blog, in dem ich in kurzen, bebilderten Beiträgen die Gerichte, Getränke, kurz Genüsse, darstellen möchte, die mir wichtig genug erscheinen, um sie meinen Lesern zu empfehlen. Oder auch mal vor gar grausigen Kreationen schlechter Kochkunst zu warnen. Hinter so mancher appetitlichen Fassade verbergen sich manchmal entsetzliche Abgründe, während hinter manchem entsetzlichen Äußeren wahre Gaumenfreuden schlummern.

So, nun mehr Essen, weniger Kunst und frisch ans Werk.

Viel Spaß beim Lesen!

P.S.: Wer an diesem Projekt teilhaben möchte, melde sich bitte. Autoren sind immer erwünscht und gern gesehen.

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