• Di. Sep 28th, 2021

Existenzspuren

Jedes Leben und jeder Gedanke hinterlassen ExistenzSpuren…

Es ist so viel passiert im Jahr 2016, dass ich bis jetzt nicht dazu kam, meinen üblichen Jahresrückblick zu verfassen. Selbst jetzt, 2017, gelang es mir bisher nicht, da ich das Jahr mit einem Beinbruch begann.

Überraschend kam das nicht, schmerzte mein Bein doch schon seit Monaten etwas. Irgendwann folgt dann immer unweigerlich der Bruch. Vom 24.01.2017-31.01.2017 durfte ich also mal wieder im Helios liegen. Obwohl immer alle darüber meckern, kann ich mich über die Klinik nicht beschweren. Alles war ok.

Wenn ich über 2016 berichten will, ist es schwer zu entscheiden, wo ich beginnen soll. Vielleicht bei der Op meiner Maus. Sie wurde im Sommer in Leipzig am Herzen operiert. Durch einen Herzkatheter verschloss man den Defekt ihres Herzens, wodurch sie schon einige Wochen später viel mobiler war, als zuvor. Alhamdulillah. Gott sei Dank. Wie nervös waren wir vorher. Und wie nervös waren wir, als sie im OP lag und ihre Mama und ich uns mit Banalitäten ablenkten. In diesen Stunden wünscht man sich kaum mehr, als dass man tauschen und der Maus die Schmerzen und die Angst abnehmen könnte. Aber, Gott sei aller Dank, ging alles gut und nach einer kurzen Liegezeit wegen des Druckverbandes, konnte sie sich wieder bewegen. Insgesamt waren wir vier Tage zusammen in diesem kleinem Zimmer des Helios Leipzig.

Im August und Oktober besuchten wir Emden. Eine wunderschöne, kleine Stadt in Ostfriesland. War es im August erst nur eine Nacht, so buchten wir sofort für Oktober eine ganze Woche. Es ist schwer, sich in diese Stad und ihre Bewohner nicht sofort zu verlieben. Allein die salzig-feuchte Luft ist es wert. Meinen Atemwegen tat sie sehr gut, aber noch viel mehr meiner Haut. Beim schwärmen darf ich das Essen nicht vergessen. Internationale Küche hat Emden nicht unbedingt zu bieten, jedoch bekommt man hervorragenden Fisch und Meeresfrüchte. Mein Frühstück bestand jeden morgen aus Emder Matjes (traumhaft lecker), Matjes und ein Glas Fruchtsaft. Mag langweilig klingen, doch selbst jetzt, beim schreiben, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Kurz gesagt: Selbst eine Woche Urlaub ist viel zu wenig, um die Stadt würdig zu genießen.

Der Jahreswechsel verlief dagegen wieder ruhig. Ich verbrachte ihn allein und blickte auf 2016 zurück, gespannt was das kommende Jahr bringen würde. Besonders dankbar war ich dafür, dass die Mama meiner Kleinen ihren Führerschein bekommen hat, ihre Ausbildung bestand und sogar am Ende des Jahres eine Arbeitsstelle fand. Wir haben vieles geschafft und überstanden.

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