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    Wehrt euch !!!

    „Mein Drama, wenn es noch stattfinden würde, fände in der Zeit des Aufstandes statt. Der Aufstand beginnt als Spaziergang. Gegen die Verkehrsordnung während der Arbeitszeit. Die Straße gehört den Fußgängern. Hier und da wird ein Auto umgeworfen.“ Heiner Müller, „Hamletmaschine“ Gezwungermaßen dachte ich in den vergangenen Wochen und Monaten viel über Pflege nach. Nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern natürlich auch innerhalb meines Förderpädagogikstudiums. Objektiv betrachtet haben wir in Deutschland ein relativ sicheres Pflegesystem, wenn wir es mal mit anderen Ländern vergleichen. Das bedeutet jedoch nicht, das behinderte Menschen in diesem Land frei und selbstbestimmt leben können, sondern nur, dass ihr Leben auf einem gewissen (meist niedrigem) Qualitätsniveau abgesichert ist.…

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    Pflegenotstand (Zweiter Teil)

    Freiheit ist nicht nur politisch ein wichtiges Gut, sondern im alltäglichen Lebensentwurf ebenfalls. Jeder Mensch möchte ein selbstbestimmtes, selbständiges Leben führen, was niemand anderes diktiert und in dem ihm keine Zwänge auferlegt werden. Einem behinderten Menschen bedeutet Freiheit meist noch viel mehr. Beschränkt in seinen körperlichen Möglichkeiten, kämpft er um seine äußerliche Handlungsfreiheit noch sehr viel intensiver und bewußter, als jeder nicht-behinderte Mensch. Jede Handlung, jede Entscheidung ist ein rütteln an den Grenzen der Be-hinderung. Gerade aus diesem Grund haben Pflegedienste die Aufgabe, nicht nur die körperlichen Schwächen auszugleichen, sondern gerade die äußerlichen Beschränkungen zu minimieren., welche als Folge der Behinderung entstehen. Nehmen wir als Beispiel die Entscheidung, wann man…

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    Kompromisse sind Teil von Beziehungen.

    Vor einigen Tagen sagte eine gute Freundin zu mir, sie wünsche sich endlich mal eine Beziehung, in der sie keine Kompromisse eingehen müsse. Meine Erwiederung darauf befriedigte nicht mal mich, deshalb möchte ich an dieser Stelle das Thema noch mal aufgreifen und für mich Licht hinein bringen. Definieren wir eine Beziehung als temporäre Interaktion zwischen zwei gleichwertigen, freien Personen. Nun klären wir die Begriffe, damit man eine gemeinsame Diskussionsbasis hat: Temporär, weil keine Beziehung ohne Anfang und ohne Ende ist, sei das Ende auch der Tod. Durch die veränderten Beziehungsstrukturen (Ehe, WG, Fernbeziehung, Internetbeziehung, Wochenendbeziehung usw.) rechtfertigt sich der Begriff „Interaktion“. Der Begriff der „Gleichwertigkeit“ macht etwas Probleme, da ich…

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    Kant und kein Ende…

    Und wieder sitze ich an einer Arbeit über Kant. Diesmal untersuche ich, ob der kategorische Imperativ wirklich aus dem kantischen System folgt, oder ob Kant einen Denkfehler begangen hat. Das diese Aufgabe für einen kleinen Studenten ziemlich vermessen ist, ist mir klar. Doch zum einen interessiert es mich und zum anderen würde die Arbeit mir eine Menge bringen. Wer Kant studiert wird auf Dauer auch im gesamten Studium davon profitieren… Außerdem bin ich derzeit dabei einen philosophischen Stammtisch an der Uni zu gründen. Erstaunlicherweise ist die Resonanz auf die Idee enorm positiv. Mal sehen, was im Endeffekt dabei raus kommt… Außerhalb der Vorlesungen und Seminare wird kaum über Philosophie geredet…