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Jahresrückblick 2020 – Eine Katastrophengeschichte in mehreren Teilen (1)

Kaum ein Jahresrückblick war so schwer zu schreiben, wie dieser. So viel ist passiert, was wir alle nie erwartet hätten. Ereignisse, die die Menschheit seit hundert Jahren nicht mehr erleben musste, prägten und prägen unseren Alltag und werden zu einer globalen Gefahr für alle Staaten dieser Erde.

Die 2019 in China durch Mutation entstandene neue Variante eines Coronaviruses verbreitete sich schnell über die ganze Welt. Ende Januar erreichte der Virus dann auch Deutschland. Wie in allen Ländern der Welt breitete er sich schnell in der Bevölkerung aus und führte zur Krankheit „Covid 19“, zu vollen Intensivstationen, sowie zu vielen Toten. Am Anfang traf es Italien und Spanien besonders hart, doch heute (31.12.2020) sind alle Länder Europas recht gleich stark betroffen.

Als Gegenmaßnahme fand sich recht schnell das Einhalten von Abstand und Hygiene. Da Vernunft leider rar ist, blieb bereits im März nur ein Lockdown, also die Schließung von Schulen, Geschäften und nicht notwendiger Industriezweige. Es wirkte und die Zahlen sanken langsam, so dass das medizinische System wieder stabilisiert werden konnte.

Nach dem Sommer stiegen die Infektionszahlen wieder rapide an, sodass wir am 16.12.2020 endlich in den zweiten Lockdown gingen.

Damit ende ich erst mal mit der Chronik um meine Leser nicht zu langweilen und verweise auf den MDR, der recht übersichtlich dieses Jahr in einer Chronik zusammengefasst hat: https://www.mdr.de/nachrichten/politik/corona-chronik-chronologie-coronavirus-100.html

Nun zu den privaten, für diesen Blog wahrscheinlich interessanteren Ereignissen, so schwer sie auch zu schreiben sind. Dieses Jahr war so übervoll mit Ereignissen und Emotionen, dass ich mir jedes Wort erkämpfen muss.

Im April, genau am ersten Ramadan, verstarb mein Opa an Krebs. Es ging so schnell. Wir hatten kaum die Diagnose, da kam er schon ins Krankenhaus und verstarb einsam am Morgen des dritten Tages. Ein Mann wie ein Baum, der vom Krebs aufgefressen wurde und in seinen letzten Stunden nicht mal seine Familie sehen durfte, da wir mitten im ersten Lockdown waren. Bis heute bin ich froh, dass wir fünf Tage vor seinem Tod noch über Skype miteinander redeten. Ich durfte ihn noch mal sehen. Von daheim aus skypten wir, obwohl er täglich große Schmerzen litt. Eine Chemo lehnte er ab, was ich vollkommen verstehen kann. Ob ich mit fast 84 Jahren diese Tortur noch mitmachen würde, weiß ich auch nicht.

(Fortsetzung folgt…)

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