Fatih Camii in Castrop-Rauxel (07. / 08.09.2013)

Nach fast zwei Jahren durfte ich am vergangenen Wochenende endlich wieder in Castrop-Rauxel sein und meine geliebte Tekke besuchen, alhamdulillah. Nach einem anstrengenden, aber interessanten Nachmittag bei Mobile e.V in Dortmund, trafen wir gegen 19 Uhr müde, aber gesund in der Tekke ein.

Kennt ihr das, wenn man das Gefühl hat nach Hause zu kommen? So erging es mir, als wir die Tekke betraten und von den ersten Brüdern sehr herzlich begrüßt wurden. Noch waren die Räume sehr leer, so daß in Ruhe ankommen und durchatmen konnten. Immerhin braucht man vom Bahnhof aus schon 20-30 Minuten zu Fuß.

In der Tekke und auf dem Gelände hat sich, Allah teallah sei Dank, sehr viel verändert. Alles wirkt noch einladender und gemütlicher, als bisher. (Der Deutsche in mir empfand es „aufgeräumter“ als früher. Grins )

Das gesamte Gelände, aber besonders die Gebetsräume strahlen eine unbeschreibliche Ruhe und Sicherheit aus. Man ist unter Brüdern, denen man blind vertraut, obwohl man sie nicht oder nur wenig kennt. Man isst gemeinsam aus den Schüsseln, ein Bruder legte mir mit den Fingern zerteilte Hähnchenteile auf den Tisch und man greift glücklich zu. Da denkt man nicht darüber nach, ob ein völlig fremder Mann gerade mein Essen angefasst hat, sondern weiß, dass jemand für Gott sein Essen mit mir teilt… Obwohl er nicht mal meinen Namen kennt.

Da spielt die Hygiene keine Rolle, denn kein Sufi wird je dreckig in die Moschee kommen bzw. die Gebetsräume betreten, denn Sauberkeit und Duft ist uns vorgeschrieben. Nein, wenn jemand unhygienisch war, dann maximal ich, denn selbst nach der Waschung und Kleidungswechsel fühlte ich mich von den Anstrengungen des Tages noch verschwitzt…

So verging der Abend mit Gebet, Sohbet (Vortrag) und Hatme. Ich traf sehr liebe Brüder, die ich bisher nur über Facebook kannte. Möge Allah teallah mit ihnen und allen anderen Muridun immer zufrieden sein und uns dereinst zusammen im Paradies sein lassen. Wisst ihr, es gibt Menschen, mit denen ist das Zusammensein verschwendete Zeit. Aber nicht mit diesen Brüder, inshaAllah. Wir redeten über Allah teallah, die Tekke und über „Gott und die Welt“, tranken Tee und genossen die Atmosphäre. Möge Allah teallah das Zusammensein mit ihnen nie zur Zeitverschwendung werden lassen!

Gegen Ende schlief ich leider fast im sitzen ein. Die Anreise, sowie der Tag, hatten ihre Spuren deutlich hinterlassen, so daß die Konzentration im Sohbet (was 2,5 Stunden dauerte….) bereits nachließ und während der Hatme kaum noch möglich war. Selbst einen von mir ungeheuer geschätzten Bruder, den ich bisher nur über Facebook kannte, konnte ich nach der Hatme kaum noch richtig begrüßen, da mir die Augen zufielen und ich nur noch an Schlaf denken konnte… Allah teallah weiß, wie sehr ich das bedauere.

Zum Schluss möchte ich noch mit zwei Bildern meine Worte unterstreichen. So Gott will sieht man darauf ein wenig von Gottes Nuur (Licht), welches auf all diese Brüder leuchtet…

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(Dieses letzte Foto stammt von Sonntag, kurz nach dem aufstehen und der Morgentoilette… Man sieht inshaAllah meine Müdigkeit. )

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