Weimar

Der Tag in Weimar war schön, trotz miesem Wetter. Aufgebrochen in schwüler Hitze, kamen wir in nasser Kälte wieder heim. Aber toll wars trotzdem.
Weimar ist eine schöne Stadt, deren Marktstraße hell und weit wirkt. Anders als das gemütliche Erfurt, was etwas enger, dunkler strahlt.

Es war jedoch erstaunlich: Ich habe das Gefühl, dass ich in Weimar nie studieren könnte. Vielleicht bilde ich es mir ein, doch es fiel mir schwer, mich dort zu konzentrieren. (Nein, das sollte kein zynischer Hinweis auf Buchenwald sein…) Weimar wirkt fröhlich, offen, eher für Zügelosigkeiten geeignet. Es ist zu spüren, warum Goethe die Stadt liebte und Schiller dort in Armut lebte.

Davon abgesehen sind die Wege sehr rollstuhl-unfreundlich. Altes Pflaster, holprig und teils löchrig. Sehr viele Stufen, Treppen und hohe Bordsteinkanten.

Erfurt wirkt intellektueller, dunkler, in jeder Faser konzentriert. Solche Orte mag ich, genau wie dunkle Parks oder Wälder. Die Atmosphäre fördert die Sammlung der Gedanken auf einen (wenn auch bei mir meist irrationalen *grins*) Punkt…

Vielleicht liegt es daran, dass Weimar sehr schnell nach dem Krieg wieder saniert wurde. Vielleicht auch nur am Wetter beim eintreffen in Weimar. Ich weiß es nicht.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.